Derzeit ist Deutschland geplagt von Überschwemmungen. Tauchen gewinnt hier eine etwas andere Bedeutung. Mares Tauchen macht miet Sicherheit mehr Spaß!

Quelle swp-de
Neu-Ulm. Zwei Tage und zwei Nächte am Stück hat das Bayerische Rote Kreuz die Rettung aus Überschwemmungsgebieten geübt. 70 Leute waren im Einsatz.
Die großflächigen Überschwemmungen an Oder und Elbe dürften den meisten noch in Erinnerung sein. Um bei solchen Katastrophen zu helfen, stehen beispielsweise beim Bayerischen Roten Kreuz Männer und Frauen bereit. Unter anderem der Wasser-Rettungszug Schwaben.
Etwa 70 Mitglieder dieses Zugs haben am Wochenende in Neu-Ulm geübt. "Unser Ziel war, sie für die Herausforderungen und Gefahren bei solchen Einsätzen zu sensibilisieren und aus den Fehlern, die die Leute bei dieser Übung machen, für den Ernstfall zu lernen", sagte Ralf Willer. Er hat diese Veranstaltung mitorganisiert und mitgeleitet.
Geübt wurde an vier unterschiedlichen Orten. Ein 28 starkes Team stieg beim Kraftwerk der Stadtwerke in den Illerkanal, um im fließenden Wasser nach "Vermissten" zu suchen. Dabei kamen die Männer und Frauen nicht gleichzeitig zum Einsatz, sondern lösten sich wie im Ernstfall ab. "Es ging auch darum, die Leute an ihre Leistungsgrenzen zu führen. Sobald sie die kennen, laufen sie weniger Gefahr, sich zu überschätzen, oder sich von Leuten, die die Situation nicht beurteilen können, zu leichtsinnigen Aktionen hinreißen zu lassen", sagte Willer.
Eine Nachtübung war auf der Donau angesetzt. Dabei galt es, unterhalb der Eisenbahnbrücke ein "gekentertes Boot" zu bergen und die neun Leute, die darin gesessen hatten, in Sicherheit zu bringen. Eine zweite Nachtübung fand in einer ehemaligen Panzerwaschanlage in Neu-Ulm statt, die jetzt von der Feuerwehr genutzt wird. Auch dort wurde ein Team Taucher ins Wasser geschickt. Die vierte Übung führte auf die Donau zurück. Das Szenario, das ihr zu Grunde lag: Leute, die sich vor den Fluten auf eine Insel gerettet hatten, mussten sicher an Land gebracht werden.
Wie kam die zwei Tage und zwei Nächte dauernde Übung an? "Unsere Leute haben viel Neues ausprobieren können und während der theoretischen Ausbildung einiges dazugelernt", resümiert Willer. Gleichzeitig habe sich wiedermal gezeigt, dass Ortskenntnisse eine zentrale Rolle spielen, wenn es um schnelle Hilfe geht. Trotz Navi hatte sich ein auswärtiges Team derart vertan, dass es auf dem Münsterplatz statt an der Donau landete
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