Quelle: suedkurier-de
Illmensee
Angler stirbt im eiskalten See
Bei einer dramatischen Rettungsaktion suchte ein Großaufgebot von Feuerwehr, Polizei, DRK und Notärzten nach einem Angler, der im Ruschweiler See verschwunden war. Nach einer Stunde wurde der Mann von Tauchern entdeckt

Illmensee – „Das Wasser ist sehr kalt, es besteht aber die Chance, dass wir den Mann reanimieren können“, hofft Notarzt Taibi el-Amrani gestern Nachmittag bis zuletzt auf ein glückliches Ende einer dramatischen Rettungsaktion, die um 14.30 Uhr mit einem Notruf bei der Feuerwehr Illmensee beginnt. Ein Fischer hat einen Wasserunfall auf dem Ruschweiler See gemeldet und nur wenige Minuten später sind die Einsatzkräfte vor Ort. Ein Angler, ein 32-jähriger Mann aus Illmensee, der sich mit seinem Boot etwa 80 Meter vom Ufer entfernt befunden hatte, war urplötzlich verschwunden.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilt nach Ruschweiler, darunter die Tauchgruppe der Feuerwehr Mengen, die für den gesamten Landkreis Sigmaringen zuständig ist. „Angefordert werden auch Polizeitaucher, ein Hubschrauber und die DLRG-Taucher aus Altshausen“, erläutert Kreisbrandmeister Michael Hack, der ebenfalls schnell zum Unglücksort geeilt ist. Auch die Stützpunktwehr Pfullendorf wird angefordert, da sie über ein Boot verfügt, nachdem die Feuerwehr Illmensee ihre zwei Boote schon im Einsatz hat. Dann beginnt eine intensive, nervenaufreibende Suchaktion auf dem Gewässer. Der Wind weht ablandig, sodass die Strömung einen Körper eher Richtung Ufer treiben wird. Taucher gehen ins Wasser, die mit Seilen gesichert sind und die Bootsbesatzungen suchen intensiv die Uferböschung ab. „Taucher werden mit einer Schlepperstange vom Boot unter Wasser gezogen, was ihren Suchkreis erheblich vergrößert“, erklärt der Kreisbrandmeister die erstmals angewandte Suchmethode.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen