Schnorchel Set

Dienstag, 28. September 2010

Leben retten und mit Taucherbrillen unter Wasser sehen!

Nicht nur die Polizei auch die Feuerwehr braucht manchmal eine ABC Ausrüstung. Leben retten und mit Taucherbrillen unter Wasser sehen!

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Freiwillige Feuerwehr auf Tauchstation

Eckernförde. Zwei Jahre hat die Zusatzausbildung der Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Eckernförde gedauert, jetzt wurde die Prüfung der angehenden Taucher abgenommen. Frank Lindemann ist einer von acht Prüflingen. Er kommt aus Eckernförde und hat - wie die anderen auch - bestanden.

Lindemann und die anderen sieben Prüflinge aus Flensburg und Itzehoe haben so eine wichtige Zusatzqualifikation zu ihrer bisherigen Ausbildung zum Feuerwehrmann erworben. Einmal wöchentlich haben sie zum normalen ehrenamtlichen Dienst bei der Feuerwehr den Mittwochabend geopfert, um jetzt auch im Wasser Verunglückten helfen zu können. „Da muss man schon uneigennützig sein“, so Meint Behrmann, Wehrführer in Eckernförde. Da müssten auch die Familien mitspielen, denn man opfere extrem viel Freizeit für das Engagement bei der Wehr.

Die Tauchergruppe der Eckernförder besteht seit 1198. Mit Lindemann sind jetzt zwölf Mitglieder im Taucheinsatz, darunter auch zwei Feuerwehrfrauen. Auf dem Gelände der WTD 71 am Ort hatten die Prüflinge einige Aufgaben unter Wasser zu erledigen. Für Lindemann, der zunächst die Stufe eins der Ausbildung absolvierte, bedeutete dies die Bergung einer Person aus dem Wasser sowie von Gegenständen aus einer maximalen Tauchtiefe von zehn Metern.

Für die zweite und dritte Stufe wurden die Schwierigkeitsgrade erhöht: Hier musste unter Wasser ein Holzkreuz aus einem Balken gebaut sowie ein solides Stahlseil durchtrennt werden, was bei trüber Sicht für die Prüflinge eine Herausforderung war. Die Tauchtiefe reicht hier bis zu 30 Meter. Geübt und geprüft wurde auch das Bergen eines Pkws - allerdings an einem selbst gebauten Dummy-Auto, das zuvor in der Ostsee versenkt wurde. Das Stahlgestell mit angebauten Reifen und Kotflügeln hätte seine Vorteile: „So haben wir keine Probleme mit Ölrückständen und brauchen kein aufwendiges Kranen“, erklärte Lehrtaucher Ralf-Ove Homann.

„Unter Wasser ist alles ganz anders“, so Lindemann. Das Arbeiten geht in Zeitlupe, die Sicht ist meist schlecht, die Orientierung schwer. Deshalb gehören zu jedem Tauchteam vier Mann. Einer leitet den Einsatz, ein Signalmann steht an Land und kommuniziert - soweit kein Sprechfunk vorhanden ist - mit einer Leine über einfache Signale mit dem Taucher. Zudem ist ein Sicherheitstaucher im Wasser, um notfalls eingreifen zu können.

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